Giersch

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Giersch



Kurzprofil
Botanischer Name: Aegopodium podagraria
Deutscher Name: Giersch, Geißfuß
Familie: Doldenblütler (Apiaceae)
Kategorie: Wildkraut (Problemunkraut im GaLaBau)
Prüfungsrelevanz: Abschlussprüfung


Steckbrief

Merkmal Beschreibung
Wuchsform Kriechend durch unterirdische Rhizome
Wuchshöhe 30–100 cm
Blätter Doppelt dreiteilig gefiedert, dreieckig, glatt glänzend
Blüten Weiß, in flachen Dolden
Blütezeit Juni – Juli
Frucht Doppelspaltfrucht


Standort & Boden

Merkmal Anforderung
Licht Halbschatten bis Schatten
Boden Nährstoffreich, frisch bis feucht
Bodenart lehmig-humos, nährstoffreich
pH-Wert schwach sauer bis neutral (5,5–7,0)
Feuchte Frisch bis feucht


Verbreitung

  • Herkunft/natürliches Verbreitungsgebiet: Europa, Vorderasien
  • In Deutschland: heimisch
  • Vorkommen: Gärten, Wälder, Hecken, feuchte Standorte


Vermehrung

  • Aussaat: Selbstaussaat
  • Stecklinge: nicht üblich
  • Teilung: nicht üblich
  • Veredelung: nicht üblich
  • Ableger/Ausläufer: Rhizomausläufer (stark invasiv)


Verwendung im GaLaBau

  • Ausschließlich als Schadpflanze / Unkraut relevant
  • Essbar: Blätter jung als Wildgemüse verwertbar


Besonderheiten & Prüfungswissen

Problemunkraut
Giersch gilt als eines der hartnäckigsten Unkräuter im GaLaBau!

  • Extrem schwer zu bekämpfen durch tiefe, brüchige Rhizome (jedes Bruchstück = neue Pflanze)
  • Doldenblütler – verwechselbar mit anderen Apiaceae, aber glatte, dreieckige Blätter
  • Stickstoffzeiger – zeigt nährstoffreiche Böden an
  • Bekämpfung: Wiederholtes Jäten, keine Stücke stehen lassen; bei Neuanlage: Rhizomsperre
  • Historisch als Gemüse und Heilpflanze genutzt


Quelle: Pflanzenliste Werker GaLaBau, Landwirtschaftskammer Niedersachsen (2019)