Schwarzer Holunder: Unterschied zwischen den Versionen
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Aktuelle Version vom 8. September 2026, 14:22 Uhr

Kurzprofil
Botanischer Name: Sambucus nigra
Deutscher Name: Schwarzer Holunder
Familie: Moschuskrautgewächse (Adoxaceae)
Kategorie: Laubgehölz
Prüfungsrelevanz: Z – Zwischenprüfung
Steckbrief
| Merkmal | Beschreibung |
|---|---|
| Wuchsform | Großer Strauch oder kleiner Baum |
| Wuchshöhe | 3–7 m |
| Blätter | Unpaarig gefiedert, 5–7 Teilblättchen, gegenständig, intensiv riechend |
| Blüten | Cremeweiß, in flachen Schirmrispen, stark aromatisch duftend |
| Blütezeit | Juni |
| Frucht | Glänzend schwarze Beeren, in hängenden Dolden |
Standort & Boden
| Merkmal | Anforderung |
|---|---|
| Licht | Sonne bis Halbschatten |
| Boden | Nährstoffreich (Stickstoffzeiger!), frisch |
| Bodenart | alle Bodenarten, stickstoffreich |
| pH-Wert | schwach sauer bis neutral (5,5–7,0) |
| Feuchte | Frisch bis feucht |
Verbreitung
- Herkunft/natürliches Verbreitungsgebiet: Europa, Nordafrika, Vorderasien
- In Deutschland: heimisch
- Vorkommen: Waldränder, Hecken, Wegränder, Gärten, Ruderalflächen
Vermehrung
- Aussaat: Herbst (Kaltkeimer)
- Stecklinge: Oktober–November, Hartholz
- Teilung: nicht üblich
- Veredelung: nicht üblich
- Ableger/Ausläufer: nicht üblich
Verwendung im GaLaBau
- Wildgehölzpflanzungen und Naturhecken
- Vogelschutzgehölz
- Nutzgarten (Holunderblüten, Holunderbeeren)
Besonderheiten & Prüfungswissen
- Stickstoffzeiger – zeigt nährstoffreiche Böden an
- Blüten und Beeren verarbeitet (Holundersirup, -saft, -wein)
- Rohe Beeren und Blätter giftig! Gekocht genießbar
- Einheimisch und ökologisch sehr wertvoll
- Wächst an Wegrändern, Zäunen und stickstoffreichen Böden
Giftpflanze
Rohe Beeren und Blätter giftig – nur verarbeitet (gekocht) genießbar.
Quelle: Pflanzenliste Werker GaLaBau, Landwirtschaftskammer Niedersachsen (2019)