Schwarzer Holunder

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Schwarzer Holunder



Kurzprofil
Botanischer Name: Sambucus nigra
Deutscher Name: Schwarzer Holunder
Familie: Moschuskrautgewächse (Adoxaceae)
Kategorie: Laubgehölz
Prüfungsrelevanz: Z – Zwischenprüfung


Steckbrief

Merkmal Beschreibung
Wuchsform Großer Strauch oder kleiner Baum
Wuchshöhe 3–7 m
Blätter Unpaarig gefiedert, 5–7 Teilblättchen, gegenständig, intensiv riechend
Blüten Cremeweiß, in flachen Schirmrispen, stark aromatisch duftend
Blütezeit Juni
Frucht Glänzend schwarze Beeren, in hängenden Dolden


Standort & Boden

Merkmal Anforderung
Licht Sonne bis Halbschatten
Boden Nährstoffreich (Stickstoffzeiger!), frisch
Bodenart alle Bodenarten, stickstoffreich
pH-Wert schwach sauer bis neutral (5,5–7,0)
Feuchte Frisch bis feucht


Verbreitung

  • Herkunft/natürliches Verbreitungsgebiet: Europa, Nordafrika, Vorderasien
  • In Deutschland: heimisch
  • Vorkommen: Waldränder, Hecken, Wegränder, Gärten, Ruderalflächen


Vermehrung

  • Aussaat: Herbst (Kaltkeimer)
  • Stecklinge: Oktober–November, Hartholz
  • Teilung: nicht üblich
  • Veredelung: nicht üblich
  • Ableger/Ausläufer: nicht üblich


Verwendung im GaLaBau

  • Wildgehölzpflanzungen und Naturhecken
  • Vogelschutzgehölz
  • Nutzgarten (Holunderblüten, Holunderbeeren)


Besonderheiten & Prüfungswissen

  • Stickstoffzeiger – zeigt nährstoffreiche Böden an
  • Blüten und Beeren verarbeitet (Holundersirup, -saft, -wein)
  • Rohe Beeren und Blätter giftig! Gekocht genießbar
  • Einheimisch und ökologisch sehr wertvoll
  • Wächst an Wegrändern, Zäunen und stickstoffreichen Böden

Giftpflanze
Rohe Beeren und Blätter giftig – nur verarbeitet (gekocht) genießbar.


Quelle: Pflanzenliste Werker GaLaBau, Landwirtschaftskammer Niedersachsen (2019)