Schwarz-Kiefer

Aus Gartenwerker
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Schwarz-Kiefer



Kurzprofil
Botanischer Name: Pinus nigra
Deutscher Name: Schwarz-Kiefer
Familie: Kieferngewächse (Pinaceae)
Kategorie: Nadelgehölz (immergrün)
Prüfungsrelevanz: Abschlussprüfung


Steckbrief

Merkmal Beschreibung
Wuchsform Großer Baum, kegelförmig, im Alter breit-schirmig
Wuchshöhe 20–40 m
Blätter Nadeln paarig, steif, dunkelgrün, 8–15 cm lang (länger als Wald-Kiefer)
Blüten Zapfenblüten
Blütezeit Mai – Juni
Frucht Braune, eiförmige Zapfen


Standort & Boden

Merkmal Anforderung
Licht Sonne
Boden Kalkhaltig, steinig, trocken, nährstoffarm
Bodenart sandig bis sandig-lehmig, auch kalkhaltig
pH-Wert neutral bis schwach alkalisch (6,5–8,0)
Feuchte Trocken


Verbreitung

  • Herkunft/natürliches Verbreitungsgebiet: Südeuropa (Mittelmeerraum, Österreich)
  • In Deutschland: Zierpflanze / Forstpflanze
  • Vorkommen: Parks, Gärten, Forstplantagen, Trockenstandorte


Vermehrung

  • Aussaat: März–April
  • Stecklinge: nicht üblich
  • Teilung: nicht üblich
  • Veredelung: nicht üblich
  • Ableger/Ausläufer: nicht üblich


Verwendung im GaLaBau

  • Schutzpflanzungen auf Kalkböden
  • Straßenbegleitgrün (salzresistent)
  • Stadtbaum


Besonderheiten & Prüfungswissen

  • Unterschied zur Wald-Kiefer: längere, steifere Nadeln; dunklere Borke
  • Kalktoleranter als Pinus sylvestris – für Kalkstandorte geeignet
  • Salzresistent – gut für Straßen-nahe Pflanzungen
  • Herkunft: Mediterran-Europa, Kleinasien

Invasive Art (geringes Risiko)
Steht vorsorglich auf der BfN-Warnliste invasiver Gefäßpflanzenarten (Graue Liste, Handlungsliste). Das tatsächliche Ausbreitungsrisiko gilt als eher gering: Die Schwarz-Kiefer bildet keine Wurzel- oder Stockausschläge, bei einzelner Beimischung in Pflanzungen ist kaum eine Gefährdung heimischer Arten zu erwarten.


Quelle: Pflanzenliste Werker GaLaBau, Landwirtschaftskammer Niedersachsen (2019)