Roter Fingerhut

Aus Gartenwerker
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Roter Fingerhut



Kurzprofil
Botanischer Name: Digitalis purpurea
Deutscher Name: Roter Fingerhut
Familie: Wegerichgewächse (Plantaginaceae)
Kategorie: Staude (zweijährig oder kurzlebig ausdauernd)
Prüfungsrelevanz: Abschlussprüfung


Steckbrief

Merkmal Beschreibung
Wuchsform Aufrecht, rosettenbildend
Wuchshöhe 80–150 cm
Blätter Groß, oval, weich behaart, rosettig im ersten Jahr
Blüten Purpurrosa bis weiß, röhrenförmig-fingerhutförmig mit Flecken innen
Blütezeit Juni – August
Frucht Kapsel


Standort & Boden

Merkmal Anforderung
Licht Halbschatten bis Schatten
Boden Humos, leicht sauer, frisch
Bodenart humos, sandig-lehmig, durchlässig
pH-Wert schwach sauer (5,0–6,5)
Feuchte Frisch


Verbreitung

  • Herkunft/natürliches Verbreitungsgebiet: West- und Mitteleuropa
  • In Deutschland: heimisch
  • Vorkommen: Waldränder, Lichtungen, Heiden, saure Böden


Vermehrung

  • Aussaat: Mai–Juni (Lichtkeimer, Kaltaussaat)
  • Stecklinge: nicht üblich
  • Teilung: nicht üblich
  • Veredelung: nicht üblich
  • Ableger/Ausläufer: nicht üblich


Verwendung im GaLaBau

  • Waldgärten und naturnahe Pflanzungen
  • Naturgärten mit Selbstaussaat


Besonderheiten & Prüfungswissen

  • HOCHGIFTIG! Enthält herzwirksame Glykoside (Digitoxin, Digoxin) – medizinisch genutzt
  • Zweijährig: Im 1. Jahr Rosette, im 2. Jahr Blüte, dann stirbt die Pflanze ab
  • Vergiftet durch Berühren und Verschlucken
  • Medizinisch als Herzmedikament genutzt
  • Erkennungsmerkmal: fingerhufartige Röhrenblüten mit Flecken

STARK GIFTIG
Enthält herzwirksame Glykoside (Digitoxin/Digoxin). Hochgiftig bei Verschlucken – kann tödlich sein. Handschuhe tragen.


Quelle: Pflanzenliste Werker GaLaBau, Landwirtschaftskammer Niedersachsen (2019)