Rosskastanie
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Kurzprofil
Botanischer Name: Aesculus hippocastanum
Deutscher Name: Rosskastanie
Familie: Seifenbaumgewächse (Sapindaceae)
Kategorie: Laubgehölz
Prüfungsrelevanz: Z – Zwischenprüfung
Steckbrief
| Merkmal | Beschreibung |
|---|---|
| Wuchsform | Großer Laubbaum, breit-kugelige Krone |
| Wuchshöhe | 20–30 m |
| Blätter | Gefingert, 5–7 Teilblättchen, gegenständig, groß |
| Blüten | Weiß mit gelb-rotem Fleck, in aufrechten Rispen (Kerzen) |
| Blütezeit | Mai |
| Frucht | Stachelige grüne Kapsel mit 1–3 glänzend braunen Samen (Kastanien) |
Standort & Boden
| Merkmal | Anforderung |
|---|---|
| Licht | Sonne bis Halbschatten |
| Boden | Tiefgründig, nährstoffreich, frisch |
| Bodenart | lehmig-humos, tiefgründig |
| pH-Wert | schwach sauer bis neutral (6,0–7,0) |
| Feuchte | Frisch bis mäßig feucht |
Verbreitung
- Herkunft/natürliches Verbreitungsgebiet: Südosteuropa (Balkan)
- In Deutschland: eingebürgert / weit verbreitet als Kulturpflanze
- Vorkommen: Parks, Alleen, Wälder, Straßenbegleitgrün
Vermehrung
- Aussaat: Herbst (Kastanien sofort säen)
- Stecklinge: nicht üblich
- Teilung: nicht üblich
- Veredelung: nicht üblich
- Ableger/Ausläufer: nicht üblich
Verwendung im GaLaBau
- Park- und Alleebäume
- Stadtbäume und Platzgestaltung
- Schattenbaum (Biergärten, Spielplätze)
Besonderheiten & Prüfungswissen
- Charakteristisches Erkennungsmerkmal: Klebrige, glänzende Knospen im Winter
- Blätter gefingert – deutlich von allen anderen heimischen Bäumen unterscheidbar
- Minierblattmotte (Cameraria ohridella) befällt Blätter: braune Flecken ab Sommer
- Kastanien sind für Menschen schwach giftig (Saponine) – nicht mit Esskastanie verwechseln!
- Blütenkerzen sind ein typisches Frühlingsbild
Quelle: Pflanzenliste Werker GaLaBau, Landwirtschaftskammer Niedersachsen (2019)