Prachtspiere

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Prachtspiere



Kurzprofil
Botanischer Name: Astilbe × arendsii
Deutscher Name: Prachtspiere
Familie: Steinbrechgewächse (Saxifragaceae)
Kategorie: Staude
Prüfungsrelevanz: Abschlussprüfung


Steckbrief

Merkmal Beschreibung
Wuchsform Horstig
Wuchshöhe 40–100 cm
Blätter Doppelt gefiedert, dunkelgrün, glänzend
Blüten Weiß, rosa, rot, lila; in federigen Rispen
Blütezeit Juni – August
Frucht Kleine Kapseln


Standort & Boden

Merkmal Anforderung
Licht Halbschatten bis Schatten
Boden Humos, frisch bis feucht
Bodenart lehmig-humos, frisch
pH-Wert schwach sauer bis neutral (5,5–7,0)
Feuchte Frisch bis feucht


Verbreitung

  • Herkunft/natürliches Verbreitungsgebiet: Gartenhybride, in den 1920er-Jahren von Georg Arends (Deutschland) aus ostasiatischen Astilbe-Arten gezüchtet (A. chinensis, A. japonica, A. thunbergii, A. astilboides)
  • In Deutschland: Zierpflanze / Kulturpflanze
  • Vorkommen: Gärten, Parks, Staudenbeete


Vermehrung

  • Aussaat: nicht üblich (Sorten sind Hybride, samenecht nicht vermehrbar)
  • Stecklinge: nicht üblich (krautige Staude, keine Holztriebe)
  • Teilung: Frühjahr oder Herbst (Hauptvermehrungsart)
  • Veredelung: nicht üblich
  • Ableger/Ausläufer: nicht üblich


Verwendung im GaLaBau

  • Schattenrabatten und Uferrandpflanzungen
  • Teichpflanzung am Rand
  • Kombination mit Farnen und Hostas


Besonderheiten & Prüfungswissen

  • Feierige Blütenrispen in vielen Farben – ein Hauptmerkmal
  • Mag keine Trockenheit – welkt schnell
  • Verblühte Rispen dekorativ im Winter (nicht abschneiden)
  • Viele Sorten nach Blütezeit gestaffelt (Frühblüher bis Spätblüher)
  • Hybride aus mehreren asiatischen Arten

Verwechslungsgefahr
Nicht zu verwechseln mit der Pracht-Spiere (Spiraea × vanhouttei, mit Bindestrich) – das ist ein sommergrüner Strauch aus den Rosengewächsen, keine Staude!


Quelle: Pflanzenliste Werker GaLaBau, Landwirtschaftskammer Niedersachsen (2019)