Europäische Eibe

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Europäische Eibe



Kurzprofil
Botanischer Name: Taxus baccata
Deutscher Name: Europäische Eibe
Familie: Eibengewächse (Taxaceae)
Kategorie: Nadelgehölz (immergrün)
Prüfungsrelevanz: Z – Zwischenprüfung


Steckbrief

Merkmal Beschreibung
Wuchsform Breiter Strauch oder Baum, je nach Schnitt
Wuchshöhe 5–15 m
Blätter Flache, dunkelgrüne Nadeln; Unterseite heller; zweireihig angeordnet
Blüten Zweihäusig; Männlich: gelbe Pollenblüten; Weiblich: unscheinbar
Blütezeit Februar – März
Frucht Roter, becher-förmiger Samenarillus (keine echte Beere)


Standort & Boden

Merkmal Anforderung
Licht Sonne bis Tiefschatten (schattenverträglichstes Nadelgehölz!)
Boden Anspruchslos, kalk- und säureverträglich
Bodenart lehmig bis humos, kalkhaltig verträglich
pH-Wert schwach sauer bis alkalisch (5,5–7,5)
Feuchte Frisch


Verbreitung

  • Herkunft/natürliches Verbreitungsgebiet: Europa, Nordafrika, Westasien
  • In Deutschland: heimisch
  • Vorkommen: Schattenwälder, Kalkstandorte, Waldränder


Vermehrung

  • Aussaat: Herbst (Kaltkeimer, 2 Jahre)
  • Stecklinge: August–September, Halbverholzt
  • Teilung: nicht üblich
  • Veredelung: nicht üblich
  • Ableger/Ausläufer: nicht üblich


Verwendung im GaLaBau

  • Formschnittgehölz (Hecken, Kugeln, Spiralen, Tierfiguren)
  • Immergrüne Sichtschutzhecken
  • Unterpflanzung (tiefster Schatten möglich)
  • Topiary


Besonderheiten & Prüfungswissen

  • HOCHGIFTIG! Alle Pflanzenteile außer dem roten Samenarillus sind giftig – auch für Pferde tödlich
  • Rote Arillus: Fruchtfleisch essbar, Samen darin hochgiftig!
  • Schattenverträglichstes Nadelgehölz
  • Verträgt starken Rückschnitt – sogar ins alte Holz
  • Sehr langsam wachsend, sehr langlebig (1000+ Jahre)
  • Rote Borke ist weiteres Erkennungsmerkmal

STARK GIFTIG
Alle Pflanzenteile außer dem roten Arillus giftig. Enthält Taxin – wirkt auf das Herz. Schon kleine Mengen können tödlich sein. Pferde und Rinder besonders gefährdet.


Quelle: Pflanzenliste Werker GaLaBau, Landwirtschaftskammer Niedersachsen (2019)