Besenginster
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Kurzprofil
Botanischer Name: Cytisus scoparius
Deutscher Name: Besenginster
Familie: Hülsenfrüchtler (Fabaceae)
Kategorie: Laubgehölz
Prüfungsrelevanz: Z – Zwischenprüfung
Steckbrief
| Merkmal | Beschreibung |
|---|---|
| Wuchsform | Aufrechter Strauch mit grünen, ruten-förmigen Trieben |
| Wuchshöhe | 1–2 m |
| Blätter | Kleeblatt-artig dreiteilig (obere Blätter oft einfach), sommergrün |
| Blüten | Leuchtend goldgelb, typische Schmetterlingsblüte |
| Blütezeit | April – Juni |
| Frucht | Schwarz werdende Hülsen, bei Reife knallend aufspringend |
Standort & Boden
| Merkmal | Anforderung |
|---|---|
| Licht | Sonne |
| Boden | Sandig, nährstoffarm, sauer |
| Bodenart | sandig bis sandig-lehmig, mager |
| pH-Wert | sauer bis schwach sauer (4,5–6,5) |
| Feuchte | Trocken |
Verbreitung
- Herkunft/natürliches Verbreitungsgebiet: West- und Mitteleuropa
- In Deutschland: heimisch
- Vorkommen: Heiden, Waldränder, Sandböden, Böschungen
Vermehrung
- Aussaat: März–April (nach Warmwasserbehandlung)
- Stecklinge: Juli–August, Halbverholzt
- Teilung: nicht üblich
- Veredelung: nicht üblich
- Ableger/Ausläufer: nicht üblich
Verwendung im GaLaBau
- Böschungsbegrünung auf Rohböden
- Pioniergehölz auf nährstoffarmen Standorten
- Naturgartengestaltung und Heidegärten
- Windschutz
Besonderheiten & Prüfungswissen
- Pionierpflanze auf Sandböden und Kiesgruben
- Stickstofffixierung durch Wurzelsymbiose (Knöllchenbakterien)
- Leuchtende Blüte ist markantes Erkennungsmerkmal
- Giftig! Enthält Alkaloide (Spartein, Cytisin) – alle Teile giftig
- Traditionell als Besenmaterial verwendet (namensgebend)
- Triebe bleiben im Winter grün
Giftpflanze
Alle Pflanzenteile giftig. Enthält Spartein und Cytisin. Für Pferde, Schafe und Menschen gefährlich.
Quelle: Pflanzenliste Werker GaLaBau, Landwirtschaftskammer Niedersachsen (2019)