Acker-Schachtelhalm

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Acker-Schachtelhalm



Kurzprofil
Botanischer Name: Equisetum arvense
Deutscher Name: Acker-Schachtelhalm
Familie: Schachtelhalmgewächse (Equisetaceae)
Kategorie: Wildkraut (ausdauernd, kein Blütenpflanze!)
Prüfungsrelevanz: Z – Zwischenprüfung


Steckbrief

Merkmal Beschreibung
Wuchsform Aufrecht, quirlständig verzweigt
Wuchshöhe 20–60 cm
Blätter Keine echten Blätter – quirlartig stehende Schuppenblätter und grüne, quirlständige Äste
Blüten Keine Blüten! (Sporenpflanze) – früher separate braune Sporentriebe
Blütezeit Sporentriebe im März/April, dann grüne Triebe
Frucht Keine – vermehrt sich durch Sporen


Standort & Boden

Merkmal Anforderung
Licht Sonne bis Halbschatten
Boden Verdichtet, nass, tonig
Bodenart lehmig, tonig, verdichtet
pH-Wert schwach sauer bis neutral (5,5–7,0)
Feuchte Feucht bis nass


Verbreitung

  • Herkunft/natürliches Verbreitungsgebiet: Europa, Asien, Nordamerika
  • In Deutschland: heimisch
  • Vorkommen: Äcker, Wiesen, Wegränder, feuchte Böden


Vermehrung

  • Aussaat: Sporen (selten kultiviert)
  • Stecklinge: nicht üblich
  • Teilung: Rhizomteilung möglich
  • Veredelung: nicht üblich
  • Ableger/Ausläufer: Rhizomausläufer (stark)


Verwendung im GaLaBau

  • Ausschließlich Schadpflanze / Unkraut
  • Zeigerpflanze für Bodenverdichtung und Staunässe


Besonderheiten & Prüfungswissen

Problemunkraut
Extrem tiefe Rhizome (bis 1,5 m) – praktisch nicht vollständig auszurotten!

  • Kein Blütenpflanze! Sporenpflanze (wie Farne) – Lebendige Fossilien
  • Tiefe Rhizome bis 1,5 m unter der Oberfläche
  • Zeigerpflanze für verdichteten, feuchten Boden
  • Bekämpfung: Bodenverbesserung (Drainage, Kalk), Tiefenlockern; chemisch kaum wirksam
  • Kieselsäure-Reich – historisch als Scheuermittel genutzt


Quelle: Pflanzenliste Werker GaLaBau, Landwirtschaftskammer Niedersachsen (2019)