Heide-Wacholder

Kurzprofil
Botanischer Name: Juniperus communis
Deutscher Name: Heide-Wacholder, Säulen-Wacholder
Familie: Zypressengewächse (Cupressaceae)
Kategorie: Nadelgehölz (immergrün)
Prüfungsrelevanz: Abschlussprüfung
Steckbrief
| Merkmal | Beschreibung |
|---|---|
| Wuchsform | Sehr variabel: säulenförmig bis kriechend (je nach Sorte) |
| Wuchshöhe | 0,3–6 m |
| Blätter | Stechende Nadeln zu dritt quirlständig, blaugrün, weiße Streifen |
| Blüten | Zapfenblüten, zweihäusig |
| Blütezeit | April – Mai |
| Frucht | Blaue Beerenzapfen, erst nach 2–3 Jahren reif |
Standort & Boden
| Merkmal | Anforderung |
|---|---|
| Licht | Sonne |
| Boden | Kalkhaltig, sandig, nährstoffarm, trocken |
| Bodenart | sandig, mager, durchlässig |
| pH-Wert | schwach sauer bis neutral (5,5–7,0) |
| Feuchte | Trocken |
Verbreitung
- Herkunft/natürliches Verbreitungsgebiet: Europa, Nordasien, Nordamerika
- In Deutschland: heimisch
- Vorkommen: Heiden, Magerrasen, Dünen, Waldränder
Vermehrung
- Aussaat: Herbst (Kaltkeimer, langsam)
- Stecklinge: August–September, Halbverholzt
- Teilung: nicht üblich
- Veredelung: nicht üblich
- Ableger/Ausläufer: nicht üblich
Verwendung im GaLaBau
- Heidegärten und Natursteinpflanzungen
- Solitärgehölz (Säulenform) oder Bodendecker (kriechende Sorten)
- Trockenbiotope und Magerrasen
Besonderheiten & Prüfungswissen
- Drei Nadeln im Quirl – typisches Erkennungsmerkmal
- Stechende Nadeln! (Unterschied zu anderen Arten)
- Wacholderbeeren (Beerenzapfen) als Gewürz verwendet
- Einheimisch und ökologisch wertvoll
- Sehr trockenheitstolerant
Quelle: Pflanzenliste Werker GaLaBau, Landwirtschaftskammer Niedersachsen (2019)