Große Brennnessel

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Große Brennnessel



Kurzprofil
Botanischer Name: Urtica dioica
Deutscher Name: Große Brennnessel
Familie: Nesselgewächse (Urticaceae)
Kategorie: Wildkraut (ausdauernd)
Prüfungsrelevanz: Z – Zwischenprüfung


Steckbrief

Merkmal Beschreibung
Wuchsform Aufrecht, horstig durch Rhizome
Wuchshöhe 50–150 cm
Blätter Herzförmig-oval, gezähnt, gegenständig, mit Brennhaaren
Blüten Grünlich, unscheinbar, zweihäusig, in hängenden Ähren
Blütezeit Juni – Oktober
Frucht Kleine Nüsschen


Standort & Boden

Merkmal Anforderung
Licht Sonne bis Halbschatten
Boden Nährstoffreich, stickstoffreich
Bodenart alle Bodenarten, stickstoffreich
pH-Wert schwach sauer bis neutral (5,5–7,0)
Feuchte Frisch bis feucht


Verbreitung

  • Herkunft/natürliches Verbreitungsgebiet: Europa, Asien, Nordafrika
  • In Deutschland: heimisch
  • Vorkommen: Wegränder, Gärten, Ufer, nährstoffreiche Standorte


Vermehrung

  • Aussaat: Selbstaussaat ab Mai
  • Stecklinge: nicht üblich
  • Teilung: nicht üblich
  • Veredelung: nicht üblich
  • Ableger/Ausläufer: Rhizomausläufer


Verwendung im GaLaBau

  • Unkraut auf Kulturflächen
  • Im Naturgarten wertvoll als Nahrungspflanze für Raupen (Tagfalter)


Besonderheiten & Prüfungswissen

Brennend – Schutzausrüstung tragen!
Brennhaare enthalten Ameisensäure, Histamin und Serotonin. Langen Handschuhe und Kleidung tragen!

  • Stickstoffzeiger – zeigt stark stickstoffreiche Böden an
  • Brennhaare: hohle Glasnadeln mit Brennflüssigkeit (Ameisensäure etc.)
  • Bekämpfung: Tiefes Abstechen; Rhizome vollständig entfernen
  • Wuchert durch Rhizome
  • Ökologisch wertvoll: Raupenfutterpflanze für Tagpfauenauge, Admiral, Kleiner Fuchs
  • Essbar: junge Triebe als Gemüse; Brennnesseltee


Quelle: Pflanzenliste Werker GaLaBau, Landwirtschaftskammer Niedersachsen (2019)