Ginkgo

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Ginkgo



Kurzprofil
Botanischer Name: Ginkgo biloba
Deutscher Name: Ginkgo, Fächertanne, Fächerblattbaum
Familie: Ginkgogewächse (Ginkgoaceae)
Kategorie: Sondergehölz – Nacktsamer wie Nadelbäume, aber kein Nadelbaum: fächerförmige Blätter statt Nadeln, laubwerfend, eigene Klasse (Ginkgoopsida)
Prüfungsrelevanz: Z – Zwischenprüfung


Steckbrief

Merkmal Beschreibung
Wuchsform Großer Baum, im Alter breit und unregelmäßig
Wuchshöhe 20–35 m
Blätter Fächerförmig, zweilappig (biloba), gelblich-grün; Herbstfärbung leuchtend gelb
Blüten Zweihäusig (getrennte Pflanzen für männlich/weiblich)
Blütezeit April – Mai
Frucht Pflaumenartige Samenhülle (nur weiblich), unangenehm riechend (Buttersäure)


Standort & Boden

Merkmal Anforderung
Licht Sonne
Boden Anspruchslos, durchlässig
Bodenart sandig-lehmig bis lehmig, durchlässig
pH-Wert schwach sauer bis neutral (5,5–7,0)
Feuchte Trocken bis frisch


Verbreitung

  • Herkunft/natürliches Verbreitungsgebiet: China (Reliktpflanze)
  • In Deutschland: Zierpflanze / Kulturpflanze
  • Vorkommen: Parks, Straßen, Gärten; in freier Natur in China selten


Vermehrung

  • Aussaat: Herbst (Samen sofort säen)
  • Stecklinge: nicht üblich
  • Teilung: nicht üblich
  • Veredelung: Veredelung auf Sämling, Winter (bei Sorten)
  • Ableger/Ausläufer: nicht üblich


Verwendung im GaLaBau

  • Stadtbaum (sehr hitze- und trockenheitstolerant)
  • Solitärbaum in Parks
  • Allee- und Straßenbäume (nur männliche Bäume pflanzen!)


Besonderheiten & Prüfungswissen

  • „Lebendes Fossil" – einzige lebende Art der Ginkgogewächse
  • Fächerförmige Blätter sind unverwechselbar – kein anderer Baum ähnelt ihm
  • Zweihäusig: Weibliche Bäume haben übelriechende Früchte → nur männliche Bäume anpflanzen!
  • Herbstfärbung: alle Blätter fallen fast gleichzeitig, leuchtend gelb
  • Sehr robust gegen Stadtluft, Hitze, Schädlinge und Krankheiten
  • Herkunft: China (in der Wildnis fast ausgestorben)


Quelle: Pflanzenliste Werker GaLaBau, Landwirtschaftskammer Niedersachsen (2019)