Rot-Eiche: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Gartenwerker
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Verlinkung zum neuen Artikel BfN-Warnliste ergänzt
Kategorie:Gartenwerker ergänzt (für Artikelzähler auf Hauptseite)
 
Zeile 100: Zeile 100:
[[Kategorie:Buchengewächse]]
[[Kategorie:Buchengewächse]]
[[Kategorie:Laubgehölz]]
[[Kategorie:Laubgehölz]]
[[Kategorie:Gartenwerker]]

Aktuelle Version vom 8. September 2026, 14:22 Uhr

Rot-Eiche



Kurzprofil
Botanischer Name: Quercus rubra
Deutscher Name: Rot-Eiche, Amerikanische Eiche
Familie: Buchengewächse (Fagaceae)
Kategorie: Laubgehölz
Prüfungsrelevanz: Abschlussprüfung


Steckbrief

Merkmal Beschreibung
Wuchsform Großer Laubbaum, breit-ovale Krone
Wuchshöhe 20–30 m
Blätter Buchtig gelappt mit spitzen Zipfeln (Unterschied zur Stiel-Eiche!), Herbstfärbung leuchtend rot
Blüten Kätzchen, windblütig
Blütezeit April – Mai
Frucht Eichel flach mit breitem, flachem Becher


Standort & Boden

Merkmal Anforderung
Licht Sonne
Boden Sandig, leicht sauer, nährstoffarm
Bodenart sandig-lehmig bis lehmig
pH-Wert schwach sauer bis neutral (5,0–7,0)
Feuchte Frisch bis mäßig trocken


Verbreitung

  • Herkunft/natürliches Verbreitungsgebiet: Nordamerika (östl. USA, Kanada)
  • In Deutschland: eingebürgert (Neophyt, forstwirtschaftlich genutzt)
  • Vorkommen: Wälder, Parks, Straßenbegleitgrün


Vermehrung

  • Aussaat: Herbst (Eicheln sofort säen)
  • Stecklinge: nicht üblich
  • Teilung: nicht üblich
  • Veredelung: nicht üblich
  • Ableger/Ausläufer: nicht üblich


Verwendung im GaLaBau

  • Stadtbaum und Parkbaum
  • Herbstfärbung im Park


Besonderheiten & Prüfungswissen

  • Blätter mit SPITZEN Zipfeln (vs. runde Zipfel bei einheimischer Eiche)
  • Spektakuläre scharlachrote Herbstfärbung
  • Herkunft: Nordamerika
  • Schneller wachsend als einheimische Eiche
  • Für Stadtstandorte geeignet (Trockenheit, Verdichtung)

Invasive Art (umstritten)
Steht seit 2013 auf der BfN-Warnliste invasiver Gefäßpflanzenarten (Schwarze Liste, Managementliste). Die Einstufung ist unter Forstwissenschaftlern umstritten: Alle deutschen Bestände gehen auf Pflanzung zurück, und der Eichelhäher als Hauptverbreiter meidet ihre Eicheln meist zugunsten heimischer Eichen. In der Nähe strenger Schutzgebiete (dokumentiertes Vordringen z. B. in der Sächsischen Schweiz) sollte dennoch auf Pflanzung verzichtet werden.


Quelle: Pflanzenliste Werker GaLaBau, Landwirtschaftskammer Niedersachsen (2019)