Robinie: Unterschied zwischen den Versionen
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Aktuelle Version vom 8. September 2026, 14:22 Uhr

Kurzprofil
Botanischer Name: Robinia pseudoacacia
Deutscher Name: Gewöhnliche Scheinakazie, Robinie
Familie: Hülsenfrüchtler (Fabaceae)
Kategorie: Laubgehölz
Prüfungsrelevanz: Z – Zwischenprüfung
Steckbrief
| Merkmal | Beschreibung |
|---|---|
| Wuchsform | Großer Baum, unregelmäßige, schirmförmige Krone |
| Wuchshöhe | 15–25 m |
| Blätter | Unpaarig gefiedert (9–19 Teilblättchen), wechselständig, hellgrün |
| Blüten | Weiß, in hängenden Trauben, intensiv duftend |
| Blütezeit | Mai – Juni |
| Frucht | Braune Hülsen, überwintern am Baum |
Standort & Boden
| Merkmal | Anforderung |
|---|---|
| Licht | Sonne |
| Boden | Sandig, trocken, auch nährstoffarm |
| Bodenart | sandig bis sandig-lehmig, mager, trocken |
| pH-Wert | schwach sauer bis neutral (5,5–7,0) |
| Feuchte | Trocken bis frisch |
Verbreitung
- Herkunft/natürliches Verbreitungsgebiet: Nordamerika (östl. USA)
- In Deutschland: eingebürgert (Neophyt)
- Vorkommen: Wälder, Waldränder, Böschungen, Ruderalflächen
Vermehrung
- Aussaat: Frühjahr (nach Warmwasserbehandlung)
- Stecklinge: nicht üblich
- Teilung: nicht üblich
- Veredelung: nicht üblich
- Ableger/Ausläufer: Wurzelausläufer (stark)
Verwendung im GaLaBau
- Stadtbaum auf trockenen Standorten
- Böschungsbefestigung und Erosionsschutz
- Pioniergehölz auf Rohböden
Besonderheiten & Prüfungswissen
- Stickstofffixierung durch Knöllchenbakterien (Rhizobium)
- Giftig! Rinde, Samen und Blätter giftig – Blüten essbar (werden frittiert)
- Invasive Pflanze – breitet sich durch Wurzelausläufer stark aus
- Herkunft: Nordamerika
- Sehr hartes, dauerhaftes Holz
- Wichtige Bienenweide (Robinienhonig)
Giftpflanze
Rinde, Samen und Blätter giftig (Robin, Phasin). Nur Blüten sind essbar.
Invasive Art
Steht seit 2013 auf der BfN-Warnliste invasiver Gefäßpflanzenarten (Schwarze Liste, Managementliste): Die Robinie reichert über ihre Stickstoff-Fixierung nährstoffarme Böden an und verdrängt dadurch die dort spezialisierte, oft gefährdete Trocken- und Magerrasenvegetation. In der Nähe von Trockenrasen, Heiden oder anderen mageren Schutzgebieten sollte auf Pflanzung verzichtet werden.
Quelle: Pflanzenliste Werker GaLaBau, Landwirtschaftskammer Niedersachsen (2019)