Kirschlorbeer: Unterschied zwischen den Versionen
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Aktuelle Version vom 8. September 2026, 06:09 Uhr

Kurzprofil
Botanischer Name: Prunus laurocerasus
Deutscher Name: Kirschlorbeer, Lorbeer-Kirsche
Familie: Rosengewächse (Rosaceae)
Kategorie: Laubgehölz (immergrün)
Prüfungsrelevanz: Z – Zwischenprüfung
Steckbrief
| Merkmal | Beschreibung |
|---|---|
| Wuchsform | Kompakter bis ausladender Strauch |
| Wuchshöhe | 2–6 m (je nach Sorte) |
| Blätter | Groß, oval, lederartig, glänzend dunkelgrün, immergrün |
| Blüten | Weiß, in aufrechten Trauben, duftend |
| Blütezeit | April – Mai |
| Frucht | Kirschenähnliche schwarze Steinfrüchte |
Standort & Boden
| Merkmal | Anforderung |
|---|---|
| Licht | Sonne bis Schatten |
| Boden | Anspruchslos, durchlässig |
| Bodenart | lehmig-humos, durchlässig |
| pH-Wert | schwach sauer bis neutral (6,0–7,0) |
| Feuchte | Frisch |
Verbreitung
- Herkunft/natürliches Verbreitungsgebiet: Südosteuropa, Vorderasien (Türkei, Kaukasus)
- In Deutschland: Zierpflanze / Kulturpflanze
- Vorkommen: Gärten, Parks, Hecken, Friedhöfe
Vermehrung
- Aussaat: Herbst (Kaltkeimer)
- Stecklinge: August–September, Halbverholzt
- Teilung: nicht üblich
- Veredelung: nicht üblich
- Ableger/Ausläufer: nicht üblich
Verwendung im GaLaBau
- Immergrüne Sichtschutzhecke
- Unterpflanzung unter Bäumen
- Schnittgehölz für Formhecken
Besonderheiten & Prüfungswissen
- Sehr häufig im GaLaBau als Sichtschutzhecke
- Schnitt mit Schere (nicht Heckenschere – Blätter werden dann braun und unansehnlich)
- Giftig! Kerne (Blausäure), Blätter giftig
- Sehr wüchsig – breitet sich in Wäldern invasiv aus
- Verträgt auch tiefen Schatten
Giftpflanze
Kerne und Blätter enthalten Blausäure-Verbindungen. Früchte nicht essen!
Invasive Art
Steht auf der BfN-Warnliste invasiver Gefäßpflanzenarten (Graue Liste, Handlungsliste). Aktuelle Studien (u. a. im Kottenforst bei Bonn) zeigen ein hohes invasives Potenzial: Der dichte, immergrüne Wuchs verdrängt die gesamte Krautschicht im Unterwuchs. Die Schweiz hat für Kirschlorbeer bereits ein Verkaufsverbot erlassen. In Wald- und Gehölzrandnähe sollte auf Pflanzung verzichtet werden.
Quelle: Pflanzenliste Werker GaLaBau, Landwirtschaftskammer Niedersachsen (2019)