Kartoffel-Rose: Unterschied zwischen den Versionen
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Aktuelle Version vom 8. September 2026, 14:22 Uhr

Kurzprofil
Botanischer Name: Rosa rugosa
Deutscher Name: Kartoffel-Rose
Familie: Rosengewächse (Rosaceae)
Kategorie: Laubgehölz
Prüfungsrelevanz: Z – Zwischenprüfung
Steckbrief
| Merkmal | Beschreibung |
|---|---|
| Wuchsform | Breit-buschiger, sehr dorniger Strauch |
| Wuchshöhe | 1–2 m |
| Blätter | Gefiedert, Blättchen runzelig-geadert (rugosa = runzelig), dunkelgrün |
| Blüten | Purpurrosa bis weiß, groß, stark duftend, einzeln |
| Blütezeit | Juni – September (Dauerblüher mit Hagebutten gleichzeitig) |
| Frucht | Sehr große, rote Hagebutten, flach-kugelig |
Standort & Boden
| Merkmal | Anforderung |
|---|---|
| Licht | Sonne |
| Boden | Sandig, auch salztolerant |
| Bodenart | sandig bis sandig-lehmig, auch mager |
| pH-Wert | schwach sauer bis neutral (5,5–7,0) |
| Feuchte | Trocken bis frisch |
Verbreitung
- Herkunft/natürliches Verbreitungsgebiet: Ostasien (Japan, China, Korea)
- In Deutschland: eingebürgert (Neophyt)
- Vorkommen: Dünen, Küsten, Straßenränder, Gärten
Vermehrung
- Aussaat: Herbst (Hagebutten, Kaltkeimer)
- Stecklinge: August–September, Halbverholzt
- Teilung: nicht üblich
- Veredelung: nicht üblich
- Ableger/Ausläufer: Wurzelausläufer
Verwendung im GaLaBau
- Küstenschutz und Dünenbepflanzung
- Straßenbegleitgrün (salztolerant)
- Naturhecken und Böschungsbegrünung
- Wildgehölzpflanzungen
Besonderheiten & Prüfungswissen
- Runzelige (rugose) Blätter – namensgebendes Erkennungsmerkmal
- Salztolerant – ideal für Küstenbereiche und Straßennähe
- Blüten und Hagebutten gleichzeitig vorhanden
- Breitet sich durch Wurzelausläufer stark aus (kann invasiv werden)
- Sehr große Hagebutten – vitamin-C-reich
Invasive Art
Steht auf der BfN-Warnliste invasiver Gefäßpflanzenarten (Schwarze Liste, Managementliste) und gilt besonders an Nord- und Ostseeküste als invasiv: Sie bildet dichte, wurzelausläufertreibende Bestände, die lichtbedürftige Dünen- und Heidevegetation verdrängen. Auf Sylt wird sie deshalb gezielt aus den Dünen entfernt. Fernab der Küste ist das Problem deutlich geringer – dennoch sollte auf Pflanzung in naturnahen Bereichen verzichtet werden.
Quelle: Pflanzenliste Werker GaLaBau, Landwirtschaftskammer Niedersachsen (2019)