Wolliger Schneeball: Unterschied zwischen den Versionen
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Aktuelle Version vom 8. September 2026, 14:22 Uhr

Kurzprofil
Botanischer Name: Viburnum lantana
Deutscher Name: Wolliger Schneeball
Familie: Moschuskrautgewächse (Adoxaceae)
Kategorie: Laubgehölz
Prüfungsrelevanz: Z – Zwischenprüfung
Steckbrief
| Merkmal | Beschreibung |
|---|---|
| Wuchsform | Breit-buschiger Strauch |
| Wuchshöhe | 2–4 m |
| Blätter | Oval, runzelig, unterseits wollig behaart (Namensgebung!), gegenständig |
| Blüten | Cremeweiß, in flachen Schirmrispen |
| Blütezeit | Mai – Juni |
| Frucht | Erst rot, dann schwarz werdende Steinfrüchte; sehr dekorativ |
Standort & Boden
| Merkmal | Anforderung |
|---|---|
| Licht | Sonne bis Halbschatten |
| Boden | Kalkhaltig, trocken bis frisch |
| Bodenart | alle Bodenarten, auch kalkhaltig |
| pH-Wert | neutral bis schwach alkalisch (6,5–7,5) |
| Feuchte | Trocken bis frisch |
Verbreitung
- Herkunft/natürliches Verbreitungsgebiet: Europa, Vorderasien (Viburnum lantana)
- In Deutschland: heimisch
- Vorkommen: Waldränder, Hecken, Kalkstandorte, Böschungen
Vermehrung
- Aussaat: Herbst (Kaltkeimer)
- Stecklinge: Juli–August, Halbverholzt
- Teilung: nicht üblich
- Veredelung: nicht üblich
- Ableger/Ausläufer: nicht üblich
Verwendung im GaLaBau
- Wildgehölzpflanzungen und Naturhecken
- Einheimisches Vogelschutzgehölz
- Böschungsbepflanzung auf trockenen Kalkböden
Besonderheiten & Prüfungswissen
- Einheimisch – wichtig für Wildtiere
- Wollige Behaarung der Blattunterseite ist Erkennungsmerkmal
- Früchte gleichzeitig rot und schwarz – sehr dekorativ
- Trockenheitstoleranter als andere Viburnum-Arten
- Kalkzeiger
- Früchte schwach giftig – können bei Verzehr Übelkeit, Erbrechen und Durchfall auslösen
Giftpflanze
Früchte schwach giftig – nicht verzehren.
Quelle: Pflanzenliste Werker GaLaBau, Landwirtschaftskammer Niedersachsen (2019)